O-Beine

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O-Beine

O-Beine habe ich seit ich denken kann. Ich dachte, es käme vom Fußball und es gehört zum Fußball. Die meisten guten Fußballer haben sie und wahrscheinlich ist es so, dass man mit solchen Füßen auch besser spielt. Aber es ist nicht so, dass man vom Fußball per se O-Beine bekommt, genauso wenig wie X-Beine vom Skifahren. Sagt mein Orthopäde, und der muss es wissen. Es gibt einige Gründe für diese Wachstumsstörung. Viel macht die Genetik aus, O-Beine erbt man/frau von den Eltern oder Großeltern. Und früher war Rachitis – Vitamin D Mangel – ein häufiger Grund für O-Beine, die ist aber heute selten. Schon eher kommt es, v.a. bei jungen Männern im Wachstum zur verlangsamten einseitigen Entwicklung der Wachstumsfugen am Schienbeinkopf (M. Blount), bei welcher die äußeren Bezirke schnellen wachsen als die inneren- das Ergebnis ist ein krummer Unterschenkel. Ein O-Bein kann aber auch nach einer Verletzung entstehen. Bei nicht behandelten vorderen Kreuzbandrissen kommt es im Verlauf von wenigen Jahren infolge der Instabilität zu einer einseitigen Abnutzung der inneren Gelenkflächen im Kniegelenk, welche im O-Bein (Genu varum) resultiert. Ok, alles ziemlich plausibel, hilft mir aber nicht weiter. Ich habe O-Beine, muss ich jetzt was unternehmen? Ist abhängig von deinen Beschwerden, sagt der Orthopäde. Hast du keine, lass es sein. Hast du welche, solltest du was unternehmen. Schmerzen treten nämlich dann auf, wenn im Kniegelenk bereits Schäden entstanden sind, sei es durch die bereits erwähnte Instabilität, sei es durch Meniskus- und Knorpelrisse. Die machen sich durch die Achsabweichung und damit verbundener starker einseitiger Druckerhöhung schnell bemerkbar. Und dann sollte man handeln.  Anfangs kann konservativ einiges unternommen werden und die einseitige Überlastung durch Gewichtsreduktion und Schuheinlagen mit Außenranderhöhung gemindert werden. Hyaluronsäure-Injektionen zur Verbesserung der Gleitfähigkeit haben in vielen Fällen auch einen positiven Effekt. Und wenn alles nicht mehr hilft, dann kann das Bein geradegestellt werden. Eine Umstellungsosteotomie kann durchgeführt werden, so heißt es richtig. Dabei wird der Unterschenkelknochen angesägt und angehoben, wodurch die Beinachse begradigt wird. Klingt schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, und funktioniert gut. Bei jüngeren Menschen bis zu 60 Jahren. Das ist eine gute Nachricht, ich versuche es aber zuerst konservativ. Und die Beinbegradigung behalte ich im Hinterkopf.

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Rotatorenmanschetten-Riß

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Rotatorenmanschetten-Riß

Die Schulter tut mir schon seit Monaten weh. Ich habe mich nicht verletzt, und mich auch nicht besonders überanstrengt. Es hat allmählich beim Training angefangen und inzwischen schmerzt es auch in Ruhe, vor allem nachts. Die Schmerzen ziehen jetzt in den Oberarm und wecken mich. Ich dachte zunächst an eine Zerrung, aber jetzt reicht es. Du wirst alt, sagt mein Orthopäde. Diesen Standardspruch kann ich langsam nicht mehr hören – ich bin erst 50 geworden. Genau, lächelt der Arzt, da fängt es eben an. Die Verschleißteile erreichen ihr Haltbarkeitsdatum und die Rotatorenmanschette ist so ein Verschleißteil. Was für eine Rotatorenmanschette? Nie gehört davon! Die Rotatorenmanschette ist eine breite Sehne, die aus vier Muskeln zusammenläuft und sehr wichtig für die Bewegung der Schulter ist. Hauptsächlich für die drehenden Bewegungen- also Rotationen- deshalb der Name. Das eigentliche Problem ist anatomisch bedingt. Die Schulter wird unter dem Schulterdach bewegt, dem so genannten Akromion, und bei allen Bewegungen über die Horizontale, wie bei Überkopfbewegungen, wird die Rotatorenmanschette eben unter diesem Schulterdach eingeklemmt. Und wenn dies 50 Jahre lang passiert, dann kann es zu Durchblutungsstörungen und zu Rissen kommen. Ein Riss in der Manschette hat Folgen. Die gesamte Koordination der Schulterbewegung ist gestört und die Kraft geht verloren. 

Die Betroffenen müssen es aber nicht immer gleich merken. Manche können einen Riss in der Rotatorenmanschette kompensieren, z.B. durch gute äußere Schulter-, Brust- und Rückenmuskulatur. Aber irgendwann setzt sich das Problem durch und die Schmerzen bleiben. Keine Panik, sagt mein Orthopäde. Nicht jeder Schulterschmerz bedeutet das gleich die Manschette gerissen ist. Es gibt verlässliche klinische Tests und wenn man sich nicht sicher ist, dann führt eine Kernspinntomographie zur endgültigen Diagnose. Und wenn sich die Diagnose bestätigt, dann ist die Sportlerkariere auch nicht endgültig vorbei. Gezielte intensive Krankengymnastik hat schon Manchem geholfen. Und wenn nicht, dann näht man die Sehne wieder dran. Ich probiere es mit der Physiotherapie.

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Karpaltunnel

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Karpaltunnel

Die Finger in meiner Hand sind taub, vor allem die mittleren Finger und die Daumen-Innenseite. Vermehrt nach dem Spinning oder auch nach längeren Fahrradstrecken – wenn ich mich Zeitlang mit den Händen am Lenkrad abgestützt habe. Anfangs war es nur nach dem Training, inzwischen bleibt diese Taubheit weiterbestehen, auch nachts. Also begebe ich mich wieder mal zu meinem Orthopäden. Du hast ein Karpaltunnel-Syndrom, sagt er. Was ist das schon wieder, was für ein Tunnel-Syndrom? Ja, der Karpaltunnel ist eine anatomische Enge auf der Handflächenseite des Handgelenks. Dort verlaufen die Beugesehnen durch einen Tunnel unter einem kräftigen Band, dem sogenannten Retinakulum flexorum, über der Handwurzel und zusammen mit diesen Sehnen auch der Nervus medianus. Dieser Nerv versorgt den Mittel-und Zeigefinger sowie den Daumen. Kommt es zur Schwellung der Sehnen oder zu Veränderungen der Handwurzel, so kann dieser Nerv komprimiert oder gereizt werden. Es ist häufig z.B. bei Sehnenscheidenentzündungen, Infektionen, nach Brüchen oder einfach nur nach anstrengender Tätigkeit der Beugesehnen. Auch Schwangere sind häufig betroffen. Es zeigen sich zunächst Schmerzen und Taubheit in den Fingern, später kann es zur Atrophie (Muskelschwund) vor allem im Bereich des Daumenballens kommen. Zuweilen tritt auch eine Schwäche beim Greifen auf, die Gegenstände fallen Einem quasi aus der Hand. Es ist dann häufig zu spät, soweit sollte es nicht kommen. Die Diagnose wird vom Neurologen gestellt – durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit – diese ist nämlich beim Karpaltunnel verlangsamt. Im Anfangsstadium können schon eine Ruhigstellung, z.B. mit einer Handgelenksschiene oder entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac zum Verschwinden der Symptome führen. Im Fortgeschrittenenstadium muss operiert werden. Es ist aber halb so schlimm. Über einen kleinen Schnitt am Handgelenk wird das Retinakulum durchtrennt, der eingeengte Raum entlastet und der Nerv kann sich wieder erholen. In meinem Fall war es Gott sei Dank nicht nötig. Ich habe mir gut gepolsterte Handschuhe besorgt und den Druck auf meinen Karpaltunnel bei Abstützen am Lenkrad beim Radfahren vermindert. Und die Taubheit war weg. Wieder mal Glück gehabt.

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Arthroskopie

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Arthroskopie - Allgemein

Das Kniegelenk muss arthroskopiert werden, sagt mein Orthopäde. Der Doc hat schon wieder Ideen, die mir gar nicht gefallen. Kein Problem, meint er. Bei der Arthroskopie werden Bilder über einen lichtleitenden Schlauch von einem Ende im Gelenk zum anderen Ende also zum Auge des Untersuchers über eine Kamera gespiegelt. Deshalb spricht man auch von einer Gelenkspiegelung. Der Wunsch in den menschlichen Körper hineinzusehen stammt schon aus der Antike, ging aber erst 1806 erstmals in Erfüllung, als der italienische Arzt Botzini mit einem aus Lichtkerze und 2 Röhrchen konstruiertem Lichtleiter die Harnblase eines Patienten inspizierte. Verlässlich anwendbar wurde, zunächst nur in der Urologie und für die Bauchhöhle, die Methode erst mit Entdeckung der Glühbirne durch Thomas Edison nach 1860. Am Kniegelenk wurde weltweit die erste Gelenkspiegelung durch den Dänen Nordentoft im Jahre 1912 beim 41. Chirurgenkongress in Berlin vorgestellt. Es dauerte dennoch weitere 40 Jahre, bis Arthroskopie durch den Einsatz von Glasfaser-Lichtleiter durch den Japaner Watanabe salonfähig wurde. Aus der ursprünglichen Operation, bei welcher der Arzt direkt durch das Arthroskop ins Gelenk blickte, wurde dank der technischen Weiterentwicklung und Einsatz von digitalen hochauflösenden Kameras und Bildschirmen eine High-Tech-Prozedur. Während der Arthroskopeur früher lediglich ins Gelenk geschaut hat und kaum etwas unternehmen konnte, ist man heute in der Lage sehr komplexe Operationen und Rekonstruktionen durch die „Schlüssellöcher“ vorzunehmen. 

Und zwar nicht nur am Kniegelenk, sondern an allen größeren Gelenken des menschlichen Körpers, von der Schulter bis zum Großzehengrundgelenk. Der Operateur orientiert sich während der gesamten Operation dabei am Bildschirm, heute mit 4K-Auflösung, arbeitet mit speziellen Instrumenten und speichert die gesamte Prozedur digital in Form von Bilden und Videos. Gute Geschichte, vor allem für die Patienten: kleine Narben, kurze Op-Zeiten, weniger Schmerzen und schnelle Erholung. Klingt gut und macht Sinn.   

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